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Uf em Gurte gsi

... u das grad zweimal

Letzten Sonntag fand die 37. Austragung der Gurten Classic statt. Für mich war dies eine Premiere im doppelten Sinn.

  • Erstens nahm ich das erste Mal an diesem Lauf auf den Berner Hausberg teil
  • zudem war dies mein erster Duathlon.

Wettermässig stand der Lauf unter keinem guten Stern. Schon die ganze Woche waren heftige Niederschläge für den Sonntag angedroht. Und ja, der Wetterbericht sollte recht behalten. Der Herbst zeigte sich an diesem Tag von seiner garstigen Seite.

Mein Mountainbike hatte ich deshalb bereits am Vortag in der Nähe des Startgeländes abgestellt. Dies erlaubte die gemütlichere und trockene Anreise im Tram gemeinsam mit Leo, welcher zum Z'Morgen auf den Gurten unterwegs war. Startnummer- und Shirtausgabe waren sehr gut organisiert und so war ich bereits kurz nach meiner Ankunft am Start dabei, die Startnummer mit Kabelbindern am Mountainbike zu befestigen, bevor ich mich in der noch fast leeren Turnhalle in die Velokleider warf.

GurtenClassic 2017 bike

Bike-Rennen

10 Minuten vor der geplanten Startzeit begab ich mich mit meinem Mountainbike in Richtung Start, wo ich Mischu von den ZermattBikers traf. Wir staunten beide nicht schlecht, als um 10:40 (also 5 Minuten früher als angekündigt) der erste Bike-Startblock auf den Weg geschickt wurde und Block 2 bereits in Richtung Start vorrückte. Ein kurzer Blick nach hinten gab nur noch das Besenvelo und einige einzelne unischer um sich blickende Teilnehmer preis. Während der Startschuss für Block zwei viel beschlossen wir, ebenfalls zu starten und gingen am Ende des Blocks auf den Weg.

Auf den ersten Kilometern rollte ich dieses von hinten auf und war zu Beginn der ersten Abfahrt etwa in der Mitte dieses Feldes. Aufgrund meines eher vorsichtigen Fahrstils erwartete ich eigentlich, auf diesem Teil wieder überholt zu werden, was aber nicht geschah. Durch das Gurtentäli ging es etwas zurück in Richtung Köniz um dann dem Ulimzer auch noch einige Höhenmeter abzuringen. Das Feld hatte sich nun bereits stark nach den Kräften formiert und mit Ausnahme einiger Nachzügler auf Aufholjagd kam es kaum noch zu Überholmanövern. Beim Schiessplatz kamen wir wieder ins Gurtental, welches Richtung Kehrsatz gequert wurde um wieder den Gurten in Angriff zu nehmen.

Nach ca 2/3 der Höhenmeter wurden die Wege schmaler. Wir verliessen den Feldweg und gewannen durch den Single-Trail im Friedwald an Höhe. Es folgte ein kurzer Trail bergab, welcher aber schon bald wieder auf Höhe des Friedwaldes auf dem Feldweg mündete. Nun ging es rasch bergab bis zur ersten Kreuzung und nach dieser wieder steil bergauf. Obwohl ich die Region von regelmässigen Touren recht gut kenne, hatte ich mich hier verschaltet und musste mit grossem Druck die Höhenmeter bewältigen, bevor das herunterschalten möglich war. Vorbei am Spielplatz und unterhalb des Ostsignals ging es nun auf der Seite des Gurtentals in Richtung Gurtendörfli. Die letzten Kilometer führte der Weg auf der Strasse bei starkem Gegenwind wieder hinauf zur Bergstation der Gurtenbahn.

Animation bei Relive.cc

Ich verpflegte mich kurz versorgte das Velo beim bewachten Ständer. Ich war ziemlich durchnässt und fror nach der Ankunft im Ziel. An eine Abfahrt mit dem Bike war momentan also nicht zu denken. Daher nahm ich die Standseilbahn nach unten ins Tal, um mich für den zweiten Teil der Herausforderung bereit zu machen.

GurtenClassic 2017 run

Rennen

Die Zeit bis kurz vor dem Start des Rennens verbrachte ich in der Garderobe, wo ich mit umzog, kurz verpflegte und auch wieder aufwärmen konnte.

Das Rennen begann mit einem (pünktlichen) Massenstart. Kurz nach der Startlinie passierte mir ein kleiner Faux-Pas. Ich war noch so sehr mit meiner Uhr beschäftigt, dass ich beinahe in die Verkehrsinsel in der Mitte der Strasse lief. Eine kurze Schrecksekunde für mich und einen Fotografen auf dieser Verkehrsinsel. Die ersten Kilometer verläuft die Laufstrecke identisch zu derjenigen des Bikerennens. Da ich keine nennenswerten Probleme vom Bike-Rennen hatte, zog ich das Tempo schon bald etwas an auf mein gewohntes Lauftempo.

Beim ersten Downhill durchfuhr mich ein kurzer Schreck. Mein linker Oberschenkel drohte mit einem Krampf. Ich versuchte, den Laufstil etwas zu ändern worauf sich der Muskel schon bald wieder etwas entspannte. Durch das Gurtental (hallo Maya :-)) ging es bis nach Köniz und von dort in den Spiegel, die Standseilbahn wurde etwas unterhalb der Mittelstation gekreuzt. Dann folgte der Weg der Strasse via Gurtendorf auf den Gurten. Der Wind in der Höhe war gleich unangenehm wie bereits zuvor beim Bikerennen, aber das Ziel war schon bald erreicht.

Animation bei Relive.cc

Statistik

Offizielle Zeiten gemäss Datasport:

  • Mountain-Bike 1:09.49 (Platz 14 M40)
  • Lauf 1:23.32 (Platz 12 M40)
  • Gesamt 2:33.22,5

Rangierung gemäss Datasport:

  • Alterskategorie M40: Platz 12 von 19 mit einem Rückstand von 33.05,0; 63%
  • Overall: Platz 31 von 45 mit einem Rückstand von 43.09,3; 68%

Umgerechnet auf Einzeldisziplinen:

  1. Mountain-Bike

    • M45 44 von 70 (Ohne Berücksichtigung der anderen Duathleten)
    • Overall 167 von 264; 63%
  2. Lauf

    • M50 36 von 75 (Ohne Berücksichtigung der anderen Duathleten)
    • Overall 280 von 493; 56%
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